Wirbelsäule

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Die Bandscheibe befindet sich zwischen zwei Wirbelkörpern und hat eine Stoßdämpferfunktion. Wenn sie geschädigt wird, verliert sie ihre runde Form und wölbt sich in Richtung Rückenmark oder Nervenfasern vor. Je nachdem auf welcher Höhe sich der Bandscheibenschaden befindet, machen sich Beschwerden in Armen oder Beinen bemerkbar. Dazu gehören heftige Schmerzen, ein Taubheitsgefühl oder sogar eine Muskelschwäche. Zur Schmerzlinderung bieten wir unter anderem eine Röntgen-gezielte Nervenblockade an. Bei therapierefraktären Schmerzen oder zunehmenden Lähmungs­ers­scheinungen kann eine Operation notwendig werden.

Durch Haltungsschwächen und Fehlbelastung sind eine akute Blockade mit ausstrahlenden Schmerzen bis ins Bein, aber auch eine chronische Irritation möglich. Die wichtigste Maßnahme ist eine konsequente Physiotherapie.

Der heutige Alltag von Kindern fördert ein Verkümmern der stabilisierenden Muskulatur im Bereich der Wirbelsäule: stundenlanges Sitzen in der Schule, Erledigen der Hausaufgaben und Computerspiele in der Freizeit. Muskeln und Gelenke wollen bewegt werden, auf genügend ausgleichende körperliche Aktivität sollte geachtet werden.  Das frühzeitige Erkennen einer Wachstumsstörung (Morbus Scheuermann) oder Verkrümmung der Wirbelsäule (Skoliose) ist für die gesunde Entwicklung Ihres Kindes essenziell.

Typisch für einen Hexenschuss ist ein tiefsitzender, plötzlich aufgetretener Rückenschmerz. In 85% der Fälle ist eine muskuläre Verspannung die Ursache. Auch wenn es noch so schwer fällt, das Motto lautet: Bleiben Sie aktiv. Wir bekämpfen den Schmerz mit allen Mitteln.

Eine chronische Verspannung der Nackenmuskulatur führt zu Kopfschmerzen, Schwindel, Schulter- und Armschmerzen bis hin zu neurologischen Problemen. Um den Schmerzkreis zu durchbrechen, muss die verkrampfte Muskulatur gelöst werden.

Die Wirbelsäule ist der knöcherne Schutzkanal für das Rückenmark und die Nervenfasern. Durch langjährige Wirbelsäulenbeschwerden können knöcherne Anbauten oder verdickte Weichteile das Rückenmark regelrecht abschnüren. Anfänglich sind Schmerzen, ein vorgebeugter Oberkörper beim Gehen und eine verringerte Gehstrecke kennzeichnend. Im Verlauf können sogar Lähmungen der Beine, ein Taubheitsgefühl oder eine Blasenschwäche entstehen. Je nach Stadium behandeln wir dieses Krankheitsbild mit einer speziellen rückenmarksnahen Injektion oder einer Operation. Hier werden oft zwei Techniken kombiniert: das Beseitigen der Rückenmarksenge (Dekompression) mit anschließender Stabilisierung der Wirbelsäule (Spondylodese).

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