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Die Achillessehne ist die stärkste Sehne des menschlichen Körpers, dementsprechend neigt sie zu Überlastung. Die Folge ist eine chronische Entzündung, welche das Sehnengewebe zerstört. Bei anhaltenden Schmerzen können degenerative Sehnenanteile operativ entfernt werden. Eine anschließende Ruhigstellung führt zu einer Ausheilung der Sehne. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Sehnenriss, wodurch ein normales Gehen nicht mehr möglich ist. Ein Riss kann auf Basis einer chronischen Veränderung aber auch plötzlich bei Stop-and-Go-Sportarten entstehen. In den meisten Fällen ist ein Sehnenriss mit einer Operation zu behandeln.

Hier gibt es zwei Formen: der untere Fersensporn wird durch eine Entzündung an den Sehnen der Fußsohle ausgelöst. Der hintere Fersensporn entsteht durch eine Überlastung der Achillessehne an deren Ansatz am Fersenbein. Mittels Injektionen, Medikamenten, physikalischer Therapie, Einlagen und Stoßwellentherapie kann in der Regel eine Operation umgangen werden.

Eine schmerzhafte und eingeschränkte Beweglichkeit ist oft erstes Anzeichen einer Abnützung im Großzehengrundgelenk. Durch den voranschreitenden Gelenkverschleiß und die störenden knöchernen Anbauten (Osteophyten) am Gelenk ist meist ein schmerzfreies Gehen nicht mehr möglich. Sollte die konservative Therapie nicht mehr hilfreich sein, ist eine operative Entfernung der knöchernen Anbauten sinnvoll. Bei desaströsen Gelenksabnützungen ist oft auch eine Gelenksversteifung notwendig, um ein schmerzfreies Gehen wieder zu ermöglichen.

Diese Fehlstellung betrifft die 2.-4. Zehe. Durch die Verkrümmung entsteht eine schmerzhafte Schwiele, die sich entzünden kann. Bei einer stärkeren Ausprägung spricht man auch von einer Krallenzehe. Je nach Ausprägung kommen Einlagen oder eine operative Korrektur in Frage.

Bis zu einem gewissen Alter ist ein Knick-Senkfuß sehr häufig und meistens auch harmlos. Nur wenige Fälle müssen behandelt werden. Barfuß laufen und spielerische Fußgymnastik sind vorbeugende Maßnahmen. Eine angeborene Fehlbildung als Ursache für den Knick-Senkfuß sollte dennoch ausgeschlossen werden.

Schmerzhafte Schwielen und Druckstellen am Fußballen machen jeden Schritt zur Qual. Ursächlich ist meist ein Spreizfuß, dieser kann mit speziellen Einlagen gut behandelt werden. In hartnäckigen Fällen ist eine Operation an den Mittelfußknochen zur Wiederherstellung einer gleichmäßigen Lastverteilung erforderlich.

Durch eine Abflachung des Vorfußgewölbes (Spreizfuß) entsteht eine knöcherne Verbreiterung und Fehlstellung der Großzehe. Neben der kosmetisch meist störenden Fehlstellung kommt es in engen Schuhen zu Schmerzen mit begleitender Reizung der Weichteile. In weiterer Folge kommt es zu einer Fehlstellung der anderen Zehen. Sollte eine Einlagenversorgung nicht zu dem gewünschten Erfolg führen, ist eine Operation indiziert. Abhängig vom Schweregrad der Fehlstellung bieten wir verschiedene Operationstechniken an.

Ein Zuviel an Belastung kann den Knochen zu sehr unter Stress setzen und bis zum Knochenbruch führen. Grundprinzip der Therapie ist die Ruhigstellung mittels Gips oder Spezialschuh. Eine Erkrankung des Knochenstoffwechsels muss aber trotzdem ausgeschlossen werden (z. B. im Rahmen einer Schilddrüsen-, Leber- oder Nierenerkrankung …).

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