Hand

Icon Hand

Die Hälfte der gesamten Funktion der Hand wird durch den Daumen bewerkstelligt. Dementsprechend ist er einer durchgehenden hohen Belastung ausgesetzt und neigt umso mehr zur Abnützung. Wenn die Schmerzen auf stabilisierende Schienen, Injektionen, Strom- und Ultraschalltherapie nicht mehr ansprechen, macht eine Operation Sinn. Hier gibt es verschiedene Techniken, reichend vom künstlichen Gelenksersatz bis zur Entfernung des destruierten Gelenks.

Dieser handgelenksnahe Bruch entsteht meistens durch einen Sturz auf den ausgestreckten Arm. Er ist der häufigste Knochenbruch des Erwachsenen, speziell bei älteren Frauen mit Knochenschwund (Osteoporose). Neben der Entscheidung bezüglich Gipsruhigstellung oder notwendiger Operation ist eine ausführlicher Abklärung einer möglichen Osteoporose und Optimierung des Knochenstoffwechsel erforderlich.

Nächtliche Schmerzen und Gefühlsstörungen in Daumen, Zeige- und Mittelfinger sind typisch für eine Schädigung des mittleren Handnerven (Nervus medianus). Diese kommt durch eine Einengung des Nerven auf Höhe des Handgelenkes zustande. Unbehandelt führt diese zu einer Teillähmung der Hand. Nach entsprechender Abklärung der Symptomatik ist das Freilegen des eingeengten Nerven eine häufig durchgeführte Operation.

Die Abnützung der Fingergelenke lässt diese steif und schmerzhaft werden. Frauen sind bis zu neun Mal häufiger als Männer betroffen. Ein möglicher Zusammenhang mit einer rheumatologischen Grunderkrankung sollte unbedingt abgeklärt werden.

Durch anhaltende Entzündungen im Bereich der Beugesehnen der Finger kommt es zu Schwelllungen der Sehnen und damit verbundenen Bewegungseinschränkung der Finger. Diese werden häufig als „Hängen bleiben“ des Fingers durch den Patienten beschrieben. Durch Injektionen kann die Entzündung behandelt und eine normale Beweglichkeit wieder erlangt werden. Bei anhaltenden Schnappphänomenen wird durch eine Operation die Beweglichkeit wieder hergestellt.

Die Sehnenscheide umhüllt die Sehne und lässt diese bei Bewegung gut gleiten. Eine Entzündung entsteht meist schleichend durch eine chronische Überlastung, ein Beispiel ist der Mausarm bei zu viel Computerarbeit. In der Akutphase führt eine Schienenruhigstellung oft zu einer schnellen Besserung. Entzündungshemmende Medikamente sowie eine begleitende physikalische Therapie sind wesentliche Bestandteile der Behandlung. Eine rheumatologische Grunderkrankung als Ursache der Beschwerden muss unbedingt ausgeschlossenen werden. Bei chronischen Schmerzzuständen und Bewegungseinschränkungen ist die operative Entfernung des entzündeten Gewebes ratsam.

Dieses Krankheitsbild entwickelt sich nicht nur bei Tennis- oder Golfsportlern. Ursächlich ist eine durch repetitive Bewegungen ausgelöste Überlastung von Sehnenansätzen am Ellbogen. Dies führt zu anhaltenden Beschwerden und einer deutlichen Einschränkung im Alltag oder beim Sport. Für beide Manifestationen gibt es eine Reihe konservativer Therapieansätze, die angepasst an die Ansprüche das Patienten angewandt werden. Sollte dies jedoch nicht zum gewünschten Erfolg führen, ist in seltenen Fällen eine Operation indiziert.

Diese gutartige flüssigkeitsgefüllte Zyste entsteht meist wegen einer Überlastung oder Abnützung von Gelenken und gelenksnahen Strukturen. Die Zyste kann in ihrer Größe variieren und eine Punktion führt meist zu einer raschen Linderung. Wenn sich die Zyste wieder nachfüllt und sehr störend ist, ist eine Operation zu überlegen. Wichtig: Tumore der Körperoberfläche können ein Ganglion imitieren, daher sollte jede neu aufgetretene Schwellung ernst genommen werden.

Zurück zur Übersicht